Warum Schokolade weiß wird.

Wer kennt das nicht? Man holt einen Schokoriegel aus dem Küchenschrank, öffnet ihn voller Vorfreude und ist dann mächtig enttäuscht. Ausgerechnet auf dem heiß ersehnten letzten Stück Schokolade hat sich ein weißgrauer Schleier ausgebreitet. Die Schokolade wirkt gröber und schmeckt irgendwie nicht mehr so lecker, oder bilden wir uns das bloß ein?

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Was ist mit dem Schokoriegel geschehen und kann man die Schokolade noch essen? Experten sind sich einig: alles halb so schlimm. Man muss den Schokoriegel nicht gleich wegwerfen. Im Grunde ist die Veränderung nicht geschmacklich, sondern allein optisch.

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Der weiße Film auf der Schokolade ist ein „Fettreif“. Der weiße Belag entsteht, wenn sich das in der Kakaobutter enthaltene Fett aus dem Inneren der Schokolade nach außen bewegt und sich auf ihrer Oberfläche winzige Fettpartikeln kristallisieren.

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Wieso schmeckt Schokolade mit einem Fettreif anders? Das tut sie nicht wirklich. Dumm nur, dass wir evolutionsbedingt weiße Beläge mit Schimmel gleichsetzen und unappetitlich finden.

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Wer Schokolade am liebsten gekühlt verspeist, hat ebenfalls Pech. Im Kühlschrank kondensiert die in der Schokolade enthaltene Flüssigkeit. Auf ihrem Weg an die Oberfläche nimmt sie Zuckerkristalle mit. Man spricht dann von einem Zuckerreif.

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Experten zufolge ist Schokolade sehr temperaturempfindlich. Kühle achtzehn Grad Celsius bekommen ihr am besten.