Hier haben Asylanten keinen Zutritt

Ein kleiner Ort in Bayern mit nur 9000 Einwohnern sorgt in ganz Deutschland für Aufruhr: Eine Ladeninhaberin will dort mit einem Aushang im Schaufenster ihres Esoterikgeschäfts Asylanten den Zutritt verweigern. Auf dem Zettel zu lesen ist unmissverständlich: „Achtung! Collektiv-Maßnahme. Wir wünschen keine Asylanten als Kundschaft in unserem Ladenlokal!“

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Die Ladenbesitzerin hat Medien gegenüber erklärt, sich nach mehreren Diebstählen im Geschäft zu dieser Maßnahme entschlossen zu haben. Sie sei sicher, dass Asylanten für diese Diebstähle verantwortlich seien. Insgesamt habe sie einen Schaden von 400 Euro hinnehmen müssen.

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An dem Tag, an dem sie schließlich den Zettel ins Schaufenster hing, waren ihrer Aussage nach nur Flüchtlinge ins Geschäft gekommen. Anschließend habe sie gemerkt, dass sie bestohlen worden war. Außerdem soll sie von diesen Personen bedroht worden sein.

Die Ladenbesitzerin verteidigt ihr Vorgehen und sieht sich nicht als Rassistin. Sie habe lediglich dieses Problem der Diebstähle regeln wollen. Und sie beschreibt, dass sie und ihr Mann regelrecht Angst bekommen haben.

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In ihrem Ort findet sie wenig Verständnis dafür, die Einwohner machen sogar in Fernsehbeiträgen ihrer Empörung Luft. Mittlerweile wurde sogar eine Anzeige bei der Antidiskriminierungsstelle in Berlin erstattet und auch die Polizei hat Ermittlungen wegen Volksverhetzung aufgenommen. Für die Ladenbesitzerin wird dieser unbedachte Zettel also Konsequenzen haben.